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Gesamtelternbeirat
der Kindertagesstätten und Schülerhorte in Ulm/Donau

Zeitungsartikel Südwestpresse vom 30.01.2009

Alt und Jung vereint

Erstes Mehrgenerationenhaus in Ulm offiziell eröffnet

Ein Kindergarten im Haus und ein Bistro, Bewohner aller Altersklassen, die sich gegenseitig auch mal helfen - das ist das erste Mehrgenerationenhaus in Ulm. Bauherr UWS hatte mehr Bewerber als Wohnungen.

CHIRIN KOLB

Ulm

Eigentlich ist es beschämend, findet Oberbürgermeister Ivo Gönner. Früher war es selbstverständlich, dass junge und alte Leute unter einem Dach lebten, "heute muss man das organisieren". Und die Stadt lässt organisieren: Die städtische Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft (UWS) hat das erste Mehrgenerationenhaus in Ulm fertiggestellt. Es steht in der Schaffnerstraße und wurde gestern mit einem fröhlichen Fest, zu dem Jungen und Mädchen des Kindergartens und eine kleine Formation der Bigband des Humboldt-Gymnasiums beitrugen, offiziell eröffnet.

Das Erdgeschoss belegen die Kindertagesstätte und die Caritas, die ein Bistro eingerichtet hat und sich auch als Ansprechpartner für die Bewohner sieht, wie Diözesan-Caritasdirektor Johannes Böcker erläuterte. In den oberen Geschossen gibt es insgesamt 32 Wohnungen, für die sich mehr als 70 Interessenten beworben hatten. Die Mieter gehören allen Generationen an, "sogar ein alleinerziehender Vater ist dabei", sagte UWS-Geschäftsführer Dr. Frank Pinsler.

Die UWS hat rund sieben Millionen Euro investiert und das Mehrgenerationenhaus auf dem ehemaligen Gelände der Firma Häcker nach eineinhalb Jahren Bauzeit fertiggestellt. Entworfen wurde es vom Ulmer Architekturbüro Maurer. Pinsler lobte seinen Vorgänger Helmut Schmidt als Initiator des Projekts. Mit diesem Haus wolle die Stadt Erfahrungen sammeln, wie das Zusammenleben von Jungen und Alten, von Familien und Alleinstehenden klappt, sagte Gönner. Die Bewohner leben "in einem bewegten Umfeld": innenstadtnah und mit einem Kindergarten im Haus. "Aber Beschwerdebriefe brauchen gar nicht erst geschrieben werden. Jeder wusste, wo er einzieht."

Ein wichtiger Baustein des Hauses sei das - im Übrigen öffentliche - Bistro der Caritas. Dort sollen sich die Bewohner treffen können. Die Caritas will aber auch Unterstützung für Bewohner anbieten und nachbarschaftliche Hilfen organisieren, sagte Böcker. In dem Bistro beschäftigt die Caritas Langzeitarbeitslose und Auszubildende zur Hauswirtschaftshelferin.